Schulungen für Behörden und Privatunternehmen

Gewaltprävention und Konfliktmanagement im Beruf

Beleidigungen, Tritte, Schläge - Gewalt am Arbeitsplatz ist inzwischen leider alltäglich. Viele Beschäftigte in Berufen mit konfliktträchtigem Kundenpotential berichten heute, dass ein Tag, an dem sie nur beleidigt worden seien, ein guter Tag sei und dass nahezu kein Tag vergeht ohne beleidigt oder beschimpft worden zu sein.

Viele Beschäftigte fühlen sich ohnmächtig gegenüber der Situation und empfinden Angst vor einem körperlichen Übergriff. Doch ab wann darf man sich als Mitarbeiter eigentlich wehren? Muss man den ersten Schlag abwarten? Was passiert, wenn am Ende Aussage gegen Aussage steht? Und wie kann ein effektiver Selbstschutz überhaupt funktionieren, wenn man sich denn wehren darf?

Diese Fragen beantworten wir in unserer Schulung anhand plastischer Beispiele – Praxistransfer inclusive.

Wir vermitteln in unseren Schulungen die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen von Notwehr und Nothilfe sowie funktionierende Lösungen zu Deeskalation und Selbstschutz bei konfliktträchtigen Kundenbegegnungen im beruflichen Alltag. Wir zeigen eindrucksvoll auf, welche bewussten und versteckten Gefahren in ihrem täglichen Arbeitsumfeld lauern und wie sie diesen sicher und effektiv begegnen können - unabhängig von Alter, Geschlecht und Vorkenntnissen und egal, ob Sie am Schreibtisch arbeiten, mobile oder aufsuchende Tätigkeiten durchführen.

Schulungsthemen:

  • Notwehr und Nothilfe
  • Der sichere Arbeitsplatz
  • Deeskalierende Kommunikation
  • Körpersprache
  • Handlungsfähig bleiben unter Hochstress
  • Notwehr-Training

Notwehr-Training

2010 versuchte ein Mann, einen Finanzbeamten in Leipzig in seinem Büro mit Spiritus zu übergießen und anzuzünden, 2012 wurde eine Jobcenter-Mitarbeiterin durch einen Kunden mit einem Messer erstochen. Von diesen Fällen hat man in der Presse gelesen. Fälle wie in Gütersloh 2017, wo zwei Mitarbeiter durch einen psychisch kranken Mann angegriffen worden sind, finden immer häufiger statt. Und die Liste dieser Gewalttaten ist bei weitem nicht abschließend.

Nicht immer ist Deeskalation in schwierigen Kundenbeziehungen möglich, auch wenn das unzweifelhaft das angestrebte Ziel ist. Doch es gibt Begegnungen, in denen der Kunde mit fest gefasstem Gewaltvorsatz auftritt und in denen eine Schutzhandlung erforderlich wird, entweder um sich selbst zu verteidigen oder um einem Kollegen zu helfen.

In diesem Fall ist eine gezielt eingesetzte Kommunikation zur Deeskalation von Anfang an nicht möglich. Zudem sollte man die steigende Zahl von Personen mit psychischen Erkrankungen nicht aus dem Auge verlieren, bei denen zum Teil ebenfalls keine deeskalierende Kommunikation möglich ist.

Daher ist es umso wichtiger, über ein Handlungskonzept und verschiedene Möglichkeiten des Selbstschutzes zu verfügen, um dem Angriff zu entgehen oder sich effektiv zur Wehr setzen zu können.

Ihre Mitarbeiter bekommen Lösungsstrategien für verschiedene Situationen an die Hand, so dass sie auch plötzlichen und unerwarteten Angriffen nicht mehr hilflos ausgesetzt sind:

  • Möglichkeiten, sich einen versperrten Fluchtweg frei zu machen
  • Universale Verteidigungslösung gegen überraschende Angriffe
  • Nutzen von Alltags- und Bürogegenständen zum Selbstschutz

(Islamistische) Radikalisierung und Gewalt

Aufmerksame Mitarbeiter in der Flüchtlingsunterkunft Köln-Holweide bemerkten die Veränderungen eines 16-jährigen Bewohners und wussten die winzigen HInweise auch richtig zu deuten: Er esse nur noch Obst und bete zunehmend häufig. Dabei wende er sich in eine leicht andere Richtung als beim muslimischen Gebet üblich, was auf einen IS-Bezug hindeute. Nur wenige Wochen später berichteten Mitarbeiter einer anderen Flüchtlingsunterkunft in Köln-Porz, in die der Junge mit seiner Familie zwischenzeitlich verlegt wurde, über weitere Auffälligkeiten. Durch eine Zusammenarbeit aller beteiligter Stellen gelang es glücklicherweise, die kleinen, oftmals versteckten Puzzleteile zu einem stimmigen Gesamtbild zu vereinen und am Ende einen vermutlich geplanten terroristischen Anschlag zu vereiteln: denn der junge Syrer erhielt mittlerweile gezielte Anweisungen seitens eines Mittelsmannes des Islamischen Staats, eine Bombe zu bauen und einen Anschlag zu planen und durchzuführen.

Radikale Terrorgruppen wie der Islamische Staat haben Deutschland längst im Fokus, was die Rekrutierung von Mitgliedern und die Ausbildung zu Attentätern angeht. Zuwanderer sind aufgrund ihrer teils negativen Vorerfahrungen oft leichte Beute für die gewieften Rekrutierer. Teils werden aber auch gezielt Personen mit bereits radikalisierter Gesinnung eingeschleust.

Beschäftigte von privaten oder öffentlichen Institutionen mit regelmäßigem beruflichen Kontakt zu Asylbewerbern, wie z.B. in Aufnahmeeinrichtungen und Flüchtlingsunterkünften, sollten daher in der Früherkennung sich radikalisierender oder bereits radikalisierter Personen geschult sein, um im Bedarfsfall schnell und zielgerichtet handeln zu können.

Unsere Schulungen vermitteln u.a. praktikable Hinweise zu Prävention, Früherkennung und Verhaltensmaßnahmen bei ersten Verdachtsfällen.

Schulungsthemen:

  • Islamistische Gewalt in Deutschland
  • Jung, deutsch, Gotteskrieger: Anwerbestrategien von Radikal-Salafisten
  • Islamismus 2.0 – Die Macht und Wirksamkeit der sozialen Medien
  • Risiko- und Bedrohungsmanagement
  • Präventionsmöglichkeiten in Ihrer Einrichtung
  • Netzwerkarbeit mit Behörden und Organisationen
  • Verhalten im Ernstfall

Interkulturelle Kompetenz

Warum sieht der Mann mich nicht an? Wieso weigert sich der syrische Vater, mit mir zu sprechen? Warum gerät eine afrikanische Frau außer sich, weil sie kurz etwas unter vier Augen mit ihr besprechen möchten? Diese und ähnliche Situationen sind zukünftig keine Herausforderung mehr für Sie!

Die Beschäftigten von Behörden und Aufnahmeeinrichtungen in Deutschland wurden im Zuge der rapide angestiegenen Flüchtlingszahlen ins sprichwörtliche kalte Wasser geworfen und mussten sich quasi über Nacht mit der Unterbringung und der Probleme einer Vielzahl von Personen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern auseinandersetzen.

Unterschiedliche Gewohnheiten und Erwartungen prallten oftmals aufeinander und Konflikte oder Angst waren vorprogrammiert. Doch ein gemeinsames Miteinander ist möglich, ohne dass man sich verbiegen muss. Oft genügen die richtigen Informationen, um das Verhalten des anderen richtig und nachvollziehbar zu bewerten.

In unserer Schulung reflektieren wir mit ihnen zusammen unsere eigene Kultur und die damit verbundenen unbewussten Erwartungen an Zuwanderer. Wir geben ihnen im Gegenzug Einblicke in deren, für uns fremde Kulturkreise und den unbewussten Erwartungen auf der anderen Seite. Sie lernen die unterschiedlichen Perspektiven aller Personen zu einem Gesamtbild zusammenzufügen, in dem sich am Ende alle Beteiligen wiederfinden und schaffen auf dieser Basis ein (Arbeits-)Klima, in dem sich jedermann wohlfühlen kann.

Dies ist die Basis für ein freundschaftliches Umfeld und beugt von vorn herein Missverständnissen und Konflikten vor.

Schulungsthemen:

  • Willkommen im Café International
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Posttraumatische Belastung

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